Das Leben der Mädchen vor Ihrer Teilnahme im Projekt

Über 200 Mädchen finden mittlerweile den Weg zum Projekt „ Traum der Aline“. Ihre Lebensumstände sind immer dieselben. Sie wohnen mit Ihren bis zu 7 Geschwistern in Hütten aus braunem Lehm, die mit Stroh oder Asbest bedeckt sind. Manche Behausungen haben eine Steinwand, die über Jahre hinweg aus Ziegelsteinen aufgebaut wurde. Im Inneren ist es dunkel. Die Feuerstelle meist kalt; es gibt nichts zu essen. Eine Hängematte dient meist für mehrere Kinder als Schlafstätte. Besonders schlimm ist dann die Regenzeit in Brasilien, weil dann alles feucht ist.

Die Armut wohnt in allen Ecken und es gibt keine Möglichkeit auf ein menschenwürdiges Leben.

Die meisten Familien sind unvollständig. Viele Mütter sind alleinerziehend. Sie sind ledig oder der Mann hat sie verlassen. Manchmal gibt es auch einen Stiefvater. Aber eine Garantie auf ein geregeltes Einkommen ist dies nicht. Mehr als 80 % der Männer sind Tagelöhner. Hat die Mutter die Möglichkeit zu arbeiten, ist dies meist als Putzfrau bei begüteten Familien für einen Hungerlohn.

Für die älteren Mädchen hieß das, dass sie, wenn die Mutter nicht da ist auf Ihre Geschwister aufpassen mussten oder Hausarbeit erledigten. Viele bettelten auf der Straße um Essen. Ein regelmäßiger Schulbesuch war so natürlich nicht machbar.

Die Aufnahme im Projekt
Mit der Aufnahme in das Projekt der Franziskanerinnen in Brasilien verändert sich das Leben der Mädchen. Hier steht der Schulbesuch ganz oben bei den Pflichten der Kinder.

Die Mädchen erfahren meist durch Mundpropaganda vom Projekt. In den ersten 2 Wochen werden alle neuen Mädchen intensiv von den 3 Schwestern, Maria-Jose, Neves und Franziska betreut. Sie lernen viel über das Projekt und den Tagesablauf. Wer arbeitet dort? Wann sind die Mahlzeiten? Wie ist der Ablauf bei den angebotenen Kursen? Wo wird gebetet ? Was für Lieder werden gesungen?

Es gibt viel zu lernen, für Kinder, die biVýška sedadlaer keine Struktur in ihrem Tagesablauf hatten.

Natürlich bringt jedes einzelne Mädchen eine Persönlichkeit mit, eine eigene Geschichte. Die drei Schwestern versuchen den neuen Kindern in diesen ersten Wochen beizubringen, dass hier ein Zusammenleben in der Gruppe stattfindet. Es gilt Konflikte zu bewältigen. Die Kinder müssen lernen diese mit Worten auszutragen. Was früher auch mal mit Handgreiflichkeiten endete, sollen die Mädchen nun alleine oder mit der Hilfe der Schwestern lösen. Denn die Schwestern betonen immer wieder, dass sie für die Mädchen da sind, dass sie für Ihre Probleme ein offenes Ohr haben. Die Mädchen sollen die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Schwester Maria-Jose, Schwester Neves und Schwester Franziska machen ihnen klar, dass sie auf diesem Lernprozess ihre volle Unterstützung haben.

Schwester Goretti kann uns nicht oft genug erzählen, wie erstaunt sie immer wieder ist, welche körperliche Entwicklung die Kinder in ihren ersten Wochen im Projekt erleben. Sind Mädchen in den ersten Tagen noch mager und haben eine gelbliche Gesichtsfarbe, so kann man doch bald erkennen, dass das regelmäßige Essen und die Vitamine der Früchte dazu beitragen diesen Zustand zu verändern.

Die Arbeit der 3 Schwestern vom Traum der Aline
Die drei Franziskanerinnen sehen ihre Aufgabe darin, den Mädchen in Ihrem Selbstwertgefühl zu stärken. Sie beobachten die Kinder genau. 225 Heranwachsende bedeuten allerlei kleine und große Sorgen. Alle drei Schwestern haben eine Ausbildung als Sozialarbeiterinnen. Schwester Maria-Jose und Schwester Neves kommt ihre Zusatzausbildung in Gruppentherapie tagtäglich zu gute.

   

So ist es auch ein großer Teil ihres Verdienstes, dass seit Maria-Jose die Leitung übernommen hat, keines der Mädchen mehr schwanger geworden ist. In den ersten Jahren sprangen immer mal wieder einige Kinder ab, weil sie selber ein Kind erwarteten.

Für alle kleinen und großen Nöte haben die Mädchen die Sicherheit sich an die Schwestern wenden zu können. Das schließt z.B. auch die Aufklärung über Drogen, Zigarettenkonsum und Alkohol ein. Bemerkenswert ist, dass durch Gespräche erreicht wird, dass die Mädchen nach Hause gehen und Ihre Geschwister vor dem Konsum warnen.

Manchmal hat Maria-Jose auch die traurige Pflicht, das Jugendgericht in Sao Luis ein zuschalten, wenn ein Mädchen geschlagen oder misVýška sedadlaandelt wird.

Hilfe aus den umliegenden Dörfern
Um die Franziskanerinnen vom Traum der Aline hat sich mittlerweile ein fester Stamm an ehrenamtlichen Helfern gebildet. Durch Hörensagen haben diese Menschen in den umliegenden Städten und Dörfern vom Projekt erfahren. Sie wollten helfen mit ihren jeweiligen Können und ihren Talenten. Alle sind begeistert dabei, weil sie merken, dass sie gebraucht werden und den Kindern etwas vermitteln können.

Außerhalb vom Traum der Aline
Die Mädchen besuchen das Projekt von Montag bis Donnerstag. Am Freitag gehen sie dann noch zur Schule. Von der Hausaufgabenbetreuung im Projekt bekommen die Kinder für den Freitag und das Wochenende Aufgaben, um den Schulstoff der vergangenen Woche zu vertiefen. Die Mädchen sind mit der Teilnahme im Projekt häuslicher geworden. Sie gehen sonntags in die Kirche.

Kostendeckung
Das Projekt Traum der Aline lebt von Spenden. Jeden Monat sind 26.000 bis 27.000 real ( ungefähr 10.000 Euro Stand Juli 2009 )
Die eingehenden Spenden decken nicht den benötigten Unterhalt. Der Rest des Geldes kommt vom Mutterhaus in Olpe. Der meiste Teil unserer Spenden wird somit verwendet, um die Grundnahrungsmittel zu kaufen. Mit Stolz dürfen wir aber auch behaupten, dass mit den Einnahmen aus den Märkten 2008 der Projektbus neue Reifen bekommen hat und einige nötige Reparaturen. Das brachte ihn dann noch mal durch den TÜV und somit konnten wir zum Fortbestand des Projektes beitragen. Den ohne Bus können die Kinder nicht zum Projekt kommen.
Dies motiviert uns, uns weiter für „unsere Mädels“ in Brasilien ein zusetzen.

Über jede weitere Unterstützung Ihrerseits freuen wir uns natürlich sehr.

Natürlich bietet eine finanzielle Spende den meisten Spielraum. Aber Sie haben auch die Möglichkeit uns anders zu unterstützen. Vielleicht liegen folgende Dinge ungenutzt bei Ihnen in einer Kiste oder im Keller ? :

Wir verarbeiten diese Dinge in unseren Bastelarbeiten, die wir für das Projekt verkaufen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung!